Samstag, 23. Januar 2016

[Lesung] Arno Strobel - Buchpremiere - Die Flut




Huhu ihr Lieben,

heute möchte ich euch über die Premierenlesung zu dem neusten Buch von Arno Strobel berichten. Diese habe ich gestern in Homburg trotz des Blitzeises besucht und ich bin richtig glücklich, dass mein Freund und ich hingefahren sind. 

Die Lesung startete pünktlich um 19 Uhr und vor dem Saal konnte man bei einem Stand von einer örtlichen Buchhandlung seine bisher erschienenen Bücher erwerben. Da in meiner Sammlung noch "Das Wesen" und das neuste Buch "Die Flut" fehlten, habe ich mir diese sofort gekauft, damit sie später nicht vielleicht schon vergriffen wären. Zum Signieren mitgenommen hatte ich auch die Bücher "Der Sarg" und "Das Skript".




Eröffnet wurde die Lesung von der Akkordeon-Formation der Homburger Musikschule, die drei sehr interessante Kompositionen zum Besten gaben. Anschließend begrüßte der Oberbürgermeister der Stadt Homburg das Publikum und vor allem den Autor. Überraschend stellte ich mit meinem Freund fest, dass Arno Strobel gebürtig aus dem Saarland stammt und momentan in der Nähe von Trier wohnt. Hätte ich mir mal die Autoreninfos in seinen Büchern durchgelesen, wäre mir das nicht neu gewesen.




Endlich betrat der sehr sympathische und humorvolle Autor die Bühne und erzählte erst mal ein bisschen über sich selbst und seinen Werdegang. So hatte er eigentlich nie den Wunsch Autor zu werden und ist eher durch Kurzgeschichten vor Jahren in diese Schiene gerutscht. Er erklärte noch auf witzige Art und Weise den weiteren Ablauf des Abends - zum Beispiel, dass er ein schneller Leser sei und wir das Buch um halb 2 / 2 mit der Lesung beendet haben sollten. Was natürlich ein Spaß war, da er nur eine verkürzte Fassung des Prologs und der ersten beiden Kapitel aus der Sicht des Mörders vorlas. In diesen zwanzig Minuten hat er es geschafft, dass ich am liebsten meine aktuelle Lektüre auf die Seite legen würde, damit ich mit "Die Flut" beginnen kann. Ich muss das Buch unbedingt in den nächsten Tagen lesen und ich bin gespannt, wie ich es finden werde.

Nach einer kurzen Pause zum verschnaufen und Kräfte tanken, in der das Musik-Ensemble ein weiteres Stück spielte, begann Arno Strobel eine Fragerunde, die er immer ganz toll findet, da man unter anderem 80% der Besucher dabei beobachten kann, wie sie auf einmal etwas ganz Interessantes an ihren Nägeln finden. Doch bei dem gestrigen Abend fanden sich schnell einige Fragen und so stand der Autor Rede und Antwort.

So erklärte er unter anderem wie er sich in die Szene seines Buches "Der Sarg" in die Frau einfand, die aufwachte und feststellen musste, dass sie lebendig begraben wurde. Für ihn ist es nämlich sehr wichtig sich in seine Charaktere hineinzuversetzen und sie zu werden. Aber wie beschreibt man, wie man sich fühlt, aufzuwachen und lebendig begraben zu sein? Zuerst kam ihm die Idee einfach ein Bestattungsinstitut zu besuchen und einfach mal Probe zu liegen. Doch das war ihm zu makaber und er hat selbst tierische Angst davor in einem Sarg eingeschlossen zu werden. So griff er zu einem simplen Trick. Er schloss sich zwischen 2 und 3  Uhr Nachts in sein Arbeitszimmer ein. Machte den Raum so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht sah und legte sich auf den Boden. Nun musste er sich nur noch vorstellen, dass wenn der sie Hand ausstreckt diese an eine Holzkiste stoßen würde. So auch der Kopf, die Füße und so weiter. Ganze 4 Minuten hielt er es so aus, bis er zum Licht stürzte und mit Schweißperlen auf der Stirn wieder zu Atem kam. Sofort stürzte er zum Computer und schrieb die bekannte Szene aus dem Buch "Der Sarg".

Mich persönlich interessierte, ob Herr Strobel auch privat Bücher liest und ob er dies auch tut, wenn er gerade an seinen eigenen Büchern schreibt. Er liest sehr viele Bücher und auch aus verschiedenen Genres. Dies macht er auch, wenn er seine eigenen Bücher schreibt, aber wenn er sich in kreativen Phasen befindet liest er eher aus anderen Genres, als er selbst schreibt. So tauschen auch manche Autoren ihre Bücher untereinander aus, wenn sie sich irgendwo treffen und diese Fragen ja auch bekanntlich irgendwann mal nach, wie man denn das Buch fand. Also muss man diese Bücher ja auch mal lesen. Doch es gibt für Herrn Strobel auch No-Go-Genres wie zum Beispiel Bücher, in denen Gebissen wird. Diese kann er gar nicht ab. 

Nach der Fragerunde beendete er die Lesung mit zwei seiner Kurzgeschichten, die er sogar in einem Buch veröffentlicht hat. Doch dieses Buch gibt es nicht in freien Handel, da diese für ihn etwas Besonderes sind, weil er mit ihnen mit dem Schreiben anfing. Man kann dieses Buch auf seinen Lesungen erwerben oder bei ihm direkt bestellen. Ich musste es natürlich vor Ort kaufen und für meinen Freund signieren lassen, da er Bücher mit Kurzgeschichten liebt. Auch meine zwei mitgebrachten und noch die zwei neu gekauften Bücher habe ich mir signieren lassen. Ich kam mir zwar etwas unverschämt dabei vor, aber ich bin richtig glücklich über meine Signaturen. Die Schlange war auch richtig human und so habe ich keinen zu großen Stau verursacht. Ich durfte sogar noch ein Bild mit dem Autor machen.




Hier sind meine erworbenen und signierten Bücher des Abends. Als Edda die Fliege in Feuerland traf ist das Buch mit den Kurzgeschichten, die Arno Strobel zu Beginn seiner Karriere schrieb. Sie sind super witzig und sollten bei Fans im Regal nicht fehlen. Und ich kann jedem empfehlen mal eine seiner Lesungen zu besuchen. Sollte mal wieder eine in der Nähe stattfinden werde ich sie sicherlich erneut aufsuchen.









Kommentare:

  1. Liebe Jenny,

    da saß ich gar nicht weit vor Dir :) und natürlich hatte ich auch eine Frage, die Du aber dann schon gestellt hast. Was er liest war nämlich auch das, was mich interessiert hat und die Antwort hat ja nicht wirklich überrascht.

    Ich fand den ganzen Abend sehr unterhaltsam und auch interessant, weil er so vieles preisgegeben hat. Und wie ich sehe, hast Du tatsächlich daran gedacht, eine Eintrittskarte abzuholen, wie haben es leider vergessen und erst auf dem Heimweg wieder daran gedacht :(

    Die Schlange beim Signieren war tatsächlich gar nicht lange und ich hätte gerne auch noch ein Foto von ihm und mir gehabt, aber meine Fahrerin wollte gerne los wegen der Unwetterwarnung und das war auch gut so, als ich nämlich bei ihr zu Hause ausgestiegen bin, bin ich erstmal weggerutscht. Die restliche Strecke habe ich dann mit meinem Auto zurückgelegt und über die Autobahn war es ja recht problemlos zu fahren, daher hoffe ich, dass Ihr gut heim gekommen seid.

    Schade, dass so viele Plätz leer geblieben sind, da haben sich einige wohl wirklich abschrecken lassen.

    LG
    Daggi

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    1. Huhu Daggi,

      echt? Das ist jetzt ein lustiger Zufall ;) Mich hat die Antwort auch nicht überrascht, aber ich wollte sie ja wissen ;D

      Nein, ich habe leider auch versucht eine Eintrittskarte abzuholen. Das Bild habe ich auf der Hinfahrt gemacht und ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass die abgegeben werden müssen. Ich habe auch gar nicht daran gedacht, nach der Lesung nach einer Karte zu fragen.

      Das ist ja schade :/ Ich wollte das Bild unbedingt haben und bin richtig froh, dass ich gefragt habe. Ich kann aber auch deine Fahrerin verstehen. Jedoch wären das ja nur 30 Sekunden gewesen - wenn überhaupt. Wir hatten keine Probleme mit Glätte - bis bei mir Zuhause in der Straße. Die war nicht gestreut und mein Freund und ich sind beinahe (mit meinem Auto :/) auf einen Stein gerutscht. Wobei er wenn er kommentieren würde sagen würde, dass ich übertreibe :D

      Ich fand es auch schade, aber es sind ja trotzdem einige gekommen. Bei mir waren es glaube ich an die 90 km einfach, aber ich bin richtig froh, dass mein Freund und ich hingefahren sind.

      Liebe Grüße

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