Montag, 13. November 2017

Andreas Eschbach - Herr aller Dinge


Autor: Andreas Eschbach
Titel: Herr aller Dinge
Preis: 9,99 €
Seiten: 704
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungstag: 20. September 2013
Titel einer Reihe: -






Inhalt

Was wäre, wenn alle Menschen gleich reich wären?


Zwei Kinder aus zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters in Tokio, und Hiroshi, der Sohn der Wäscherin. Sie begegnen sich im Alter von zehn Jahren und freunden sich an, obwohl die Eltern den Kontakt missbilligen. Zu unüberwindbar seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagen sie - und bringen Hiroshi damit auf eine ebenso einfache wie geniale Idee. Die Wege der Freunde trennen sich, führen Jahre später wieder zusammen und trennen sich erneut. Die ganze Zeit über verfolgt Hiroshi nur ein Ziel: die Umsetzung seines Planes zur Überwindung aller sozialen Unterschiede. Denn nur so, glaubt er, kann er Charlottes Liebe gewinnen.



Mit "Herr aller Dinge" ist Bestsellerautor Andreas Eschbach ein spannender Scifi-Roman gelungen, der mit Utopien und surrealen Gesellschaftsentwürfen spielt.
(Quelle: Verlag)



Meine Meinung


Herr aller Dinge habe ich dieses Jahr von David, einem meiner besten und ältesten Freunde, zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen. Von Andreas Eschbach habe ich bereits die Out-Reihe gelesen und in kürzester Zeit durchgesuchtet.

Das Cover ist für ein "Standard" Taschenbuch hervorragend gemacht. Mit der Einteilung in Gold und Silber und dem haptischen Schriftbild hat es mich sofort angesprochen. Am liebsten hätte ich bereits an meinem Geburtstag mit dem Lesen angefangen. Aufgrund einiger Altbestände und manchem reread in meinem Bücherregal kam ich leider erst jetzt dazu.

Auf den ersten Seiten habe ich mich sofort wohlgefühlt. Der Schreibstil von Andreas Eschbach ist unglaublich angenehm und beim ersten Lesen habe ich gleich die Zeit vergessen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Hiroshi weitergeht. Die Geschichte ist aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Dieser erzählt überwiegend die Erlebnisse Hiroshis, wechselt jedoch immer mal wieder zu anderen Charakteren.
Ich fand diese Wechsel angebracht, da die anderen Charaktere -insbesondere Charlotte- so einiges durchmachen und dies die Haupthandlung entscheidend voran bringt.

Hiroshi selbst finde ich einfach nur super sympathisch. Auf den ersten Blick wirkt er etwas langsam und faul. Ziemlich schnell zeigt sich jedoch, dass er ein wahres Genie ist - wenn ihn etwas interessiert und er einen Sinn darin sieht. Ich konnte diese Einstellung absolut nachvollziehen, in der Schule war es bei mir genau so.
Sein Verhältnis zu Charlotte ist sehr ambivalent und lange nicht so einfach, wie auf dem Klappentext angegeben. Auch ist Charlotte bei weitem nicht der einzige Anstoß für Hiroshis Bestrebungen alle sozialen Unterschiede abzuschaffen - mit allen Konsequenzen.

Bis zum Schluss war nicht abzusehen ob Hiroshi seine Ziele zumindest teilweise erreicht oder ob seine Pläne für immer unvollendet bleiben sollen. Mich hat das Ende dann zwar nicht überrascht aber völlig geflasht. Ich musste erstmal das Buch weglegen und Hiroshis Entscheidungen nachvollziehen.



Fazit


Herr aller Dinge hat mich ab der ersten Seite begeistert. Andreas Eschbach hat mit Hiroshi einen Charakter erschaffen der -für mich- immer logisch und nachvollziehbar gehandelt hat. Mit Charlotte als Gegengewicht und der fesselnden Handlung ließ meine Begeisterung keine Sekunde nach.


Ich vergebe 5 Punkte.


Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ahhh wie cool! Das Buch kennen irgendwie so wenige, dabei ist es wirklich toll! Sehr abgefahren, aber gerade das macht es aus! Freut mich sehr dass es dir auch so gut gefallen hat :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo :)
      Das Abgefahrene hat mir auch so gefallen. Gerade der Satz "Die Maschine, welche die Maschine baut" hat mich so an Elon Musk erinnert. Ein tolles Buch für Technikfreunde.

      Liebe Grüße - Sebastian

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