Samstag, 17. März 2018

Julia Seuschek - Straßenkötergene


Autorin: Julia Seuschek
Titel: Straßenkötergene
Preis: 12,90€
Seiten: 220
Verlag: Drachenmond
Erscheinungstag: 08. Juli 2017
Teil einer Reihe: -








Lou mutiert mit dreizehn Jahren völlig unerwartet zu einem reinblütigen A-Menschen. Als ihr Vater – wie der Rest ihrer Familie ein einfacher B-Mensch – von der Königsfamilie ermordet wird, schwört Lou Rache. Verkleidet als Junge tritt sie in den Dienst ihrer royalen Gegner.
Ausgerechnet Königssohn Jared stiehlt sich in das Herz der Rebellentochter und Lous Welt steht Kopf. Gibt sie Jared auf, um das System zu stürzen oder verrät sie ihre Herkunft für die Liebe ihres Lebens?
(Quelle: Verlag)




Puh! Wo fange ich bei diesem Buch nur an? Ich hatte sehr große Erwartungen und Hoffnungen an die Geschichte. Das Cover ist nicht schlecht - nicht wunderschön, aber auch nicht hässlich - und der Klappentext schrie nach viel Potenzial. Doch leider wurde dieses einfach auf der Strecke im Graben liegen gelassen.

Es fing leider schon mit dem Schreibstil der Autorin an. Dieser war ok, aber auch nichts Besonderes. Je mehr ich von der Geschichte las, desto zähflüssiger wurde es und es war einfach schwer zu genießen - wobei auch die Geschichte an sich ihren Teil dazu beitrug. Geschrieben war das Buch aus der Sicht der beiden Protagonisten Lou und Jared.

Beide sind mir leider nur als sehr blasse Charaktere begegnet. Ich hätte gerne so viel mehr über sie erfahren, aber es wurde immer nur an der Oberfläche gekratzt. So viele Fäden wurden angefangen, aber nach wenigen Seiten einfach ausfransen lassen. Es hat einfach keinen Spaß gemacht die Geschichte zu lesen und mit ihren 220 Seiten ist sie auch nicht sonderlich dick.

Zwischendurch fragte ich mich, was mit den Charakteren einfach nicht stimmt. Jared, der Königssohn bekommt von einer auf die andere Seite plötzlich Gefühle für Lou, doch gibt die sich als Junge aus. Aber Jared behauptet immer wieder, dass er nicht schwul ist. Was ist er denn dann? Als Leser weiß ich natürlich, dass Lou ein Mädchen ist, aber er checkt es erst hundert Seiten später.

Dann wurde mir das Genprinzip zu wenig erklärt. Daraus hätte man so viel machen können. Es wurde so gut wie nichts erklärt. Man bekam von allen nur Bruchstücke, als würde man durch ein Schlüsselloch schauen und nichts außer einem sehr kleinen Teil erkennen. Wirklich schade, da man wirklich so viel Potenzial hatte.

Auch das Ende ließ mich unzufrieden zurück. Zack sind die Rebellen da und nach zwanzig Seiten ist alles zu Ende und es gibt ein sehr, sehr offenes Ende. Von einem zweiten Band habe ich nirgendwo im Internet etwas gefunden und von daher gehe ich mal von einem Einzelband aus. Meine Lesezeit habe ich leider total verschwendet, auch wenn es mir sehr leid tut dies zu schreiben, aber anders kann ich es einfach nicht sagen.




"Straßenkötergene" ist bisher eins der schwächsten Bücher für mich in diesem Jahr - und ich habe schon über vierzig Stück gelesen. Der Schreibstil war langweilig, die Charaktere furchtbar blass und die Handlung einfach nur zum Haare raufen. So viel Potenzial wurde verschwendet und vor allem habe ich meine Lesezeit verschwendet.


Ich vergebe 1 Punkt.



1 Kommentar:

  1. Hallo,

    "Straßenkötergene" habe ich auch vor kurzem mit Mühe und Not beendet. Ich habe dem Buch ebenfalls nur einen Punkt vergeben aus denselben Gründen wie du. Ich sehe das Buch auch schon als Jahresflop, denn ich bezweifle, dass ich in diesem Jahr noch eines lesen werde, das mich noch unbefriedigter zurücklässt. Wirklich verschenktes Potential!

    Liebe Grüße
    Violetta

    http://wispertraeume.blogspot.de/

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